Mit Sichuanpfeffer kochen lernen 1: Paprikawurst mit Sichuanpfeffer-Pulver

Chinesische Küche, Sichuanpfeffer… oft scheinen solche Dinge so exotisch, so anders. Und doch finden sich viele Ähnlichkeiten über Grenzen hinweg.

Dieses Rezept, im wesentlichen aus Georgia Freedman’s “Cooking South of the Clouds” [auf amazon.de per Affiliate Link hier], ist ein wunderbares Beispiel für solche Ähnlichkeiten.

Es ist eine eher ungewöhnliche – nun, eine chinesische – Zubereitung in Form eines Stir-Fry. Aber die wesentliche Zutat ist eine Paprikawurst, wie man sie im Südwesten von China ebenso finden kann wie in Ungarn oder Spanien.

Der Vorschlag von Georgia ist auch, hier Chorizo zu verwenden; bei mir war es stattdessen eine Paprika Kolbasz. Hauptsache, es ist eine mittelscharfe fette Wurst, die sich gut anbraten lässt und gut aromatisch-würzig ist. Bratwurst würde für die, die es gerne weniger scharf haben wollen, genauso gut gehen (solange sie in der Qualität gut ist).

Kurzgebratene Paprikawurst mit Sichuanpfeffer

Paprikawurst Stir-Fry mit Chilli, Jungzwiebel und Sichuanpfeffer
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: Chinesisch
Portionen: 2

Zutaten

  • 3-5 EL Öl
  • ~200 g Paprikawurst Chorizo, Paprika Kolbasz o.ä.
  • 1-2 Stück Jungzwiebel
  • 1 Stück Chilli, grün z.B. Jalapeño, also eher wenig scharfes
  • 1/2 TL Sichuanpfeffer

Anleitungen

  • Wurst schräg in dünne Scheiben schneiden.
  • Jungzwiebel (schräg) in Scheiben schneiden.
  • Chilli gerne entsamen, in Scheiben schneiden.
  • Öl im Wok heiss werden lassen.
  • Wurstscheiben hinzufügen und anbraten, bis sie anfangen, sich zu wölben.
  • Variante 1: Wurst aus dem Wok nehmen, Öl separat abtropfen, etwas Öl wieder in den Wok geben und darin Chilli und Jungzwiebel anbraten. Dann Wurst wieder hinzufügen.
  • Variante 2: Einfach Jungzwiebel und Chilli zur Wurst in den Wok geben und anbraten.
  • Sichuanpfeffer darübermahlen bzw. gemahlenen Sichuanpfeffer darüberstreuen.
  • An in eine Schüssel mit dem Gericht und servieren.

Video

Notizen

Notiz 1:
Zum Sichuanpfeffer… Georgia schlägt einen 1/2 Teelöffel vor. Wie alle Zutaten kann man das ziemlich weithin variieren bzw. muss man ausprobieren, was bei welchem Sichuanpfeffer die richtige Menge ist. Ich hatte von meinem Maowen Huajiao eher eine Messerspitze verwendet, und das war genug für einen angenehmen Effekt.
 
Notiz 2:
Das Öl ist hier eine ziemliche Frage. Ich mag den Aufwand, es zu entfernen und etwas davon wieder zum Wok zu geben, nicht und bin eher wenig davon gestört, wenn mehr Öl im Essen ist. Je nach Fettigkeit der Wurst könnte man hier aber mit weniger Öl arbeiten bzw. sollte vielleicht etwas davon entfernen, wenn man nicht so viel davon will.
Wenn man das Essen nicht mit Stäbchen isst, dann sollte man besser so arbeiten, dass man schlussendlich weniger Öl im fertigen Gericht hat; ebenso, wenn man das Gericht nicht in einer eigenen Schüssel serviert, sondern gleich über Reis geben will.
 
Wie immer bei chinesischen Rezepten kann ziemlich viel nach Geschmack variiert werden.

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